Rückblick auf das Jahr 2025

bock kölsa

Züchterische Höhepunkte, Herausforderungen und ein ganz besonderer Erfolg

2025 war für unseren Betrieb ein Jahr mit besonderen Momenten, neuen Wegen – und einer Erfahrung, die uns noch lange begleiten wird. Von der Lammzeit im Februar bis zur erfolgreichen Präsentation unserer Böcke im Frühjahr war es ein Jahr, das viel abverlangt hat – aber auch viel zurückgegeben hat. Wir möchten in diesem Rückblick nicht nur auf Zahlen und Fakten schauen, sondern auf das, was wirklich zählt: Beobachtung, Entwicklung, Durchhaltevermögen – und die Freude an gelungener Zuchtarbeit.

Ein später Start in die Lammzeit

Am 9. Februar 2025 wurde unser erstes Lamm geboren – ein Mutterlamm, kräftig, gesund und aufmerksam. Die Lammzeit verlief dieses Mal eher verzögert, mit längeren Abständen zwischen den Geburten. Rückblickend sehen wir hier eine späte Auswirkung der Blauzungen-Erkrankung aus dem Vorjahr.

Zwei Lämmer haben wir leider verloren. Ein Verlust, den man nie ignorieren sollte – aber auch Teil jeder ernsthaften Zuchtarbeit. Insgesamt blieben 16 Lämmer, die sich in den folgenden Wochen gut entwickelten. Alle Tiere wurden zeitnah geimpft, nur wenige Wochen nach der letzten Geburt – ein wichtiger Schritt zur Gesundheitsvorsorge in der Herde.

Neue Wege: Winterweidehaltung von Bocklämmern

Eine Premiere wagten wir mit drei Bocklämmern aus dem Jahrgang 2024: Zum ersten Mal versuchten wir, diese Tiere über den Winter auf einer separaten Weide zu halten – mit dem Ziel, sie im Frühjahr zu den Auktionen in Kölsa und Alsfeld vorzustellen.

Die Bedingungen waren alles andere als optimal: Die Tiere standen auf eher mageren Flächen – Weihnachtsbaumkulturen, wenig Grasbewuchs, kaum Futterreserven. Zum Start im November wogen die drei Böcke jeweils rund 60 Kilogramm – solide, aber keine Spitzenwerte.

Mit täglicher Fütterung einer kraftvollen, aber eiweißarmen Ration sowie gutem Wintergras entwickelten sich die Tiere langsam, aber stetig. Trotz Schnee, Kälte und kurzen Tagen zeigte sich: Potenzial ist nicht nur eine Frage der Fütterung, sondern auch der Genetik und Haltungsstrategie.

Die Überraschung in Kölsa

Im Frühjahr war es soweit: Wir fuhren mit den drei Bocklämmern zur Auktion nach Kölsa.

Dort herrschte reger Betrieb: Über 100 Zuchtböcke verschiedener Rassen wurden vorgestellt.
Alle Tiere wurden mittels Ultraschall vermessen, gewogen und im Hinblick auf Exterieur und Entwicklung beurteilt – ein Standardverfahren zur objektiven Bewertung der Bemuskelung und Körperzusammensetzung.

Unsere Böcke konnten mithalten – und mehr als das. Der stärkste unter ihnen brachte es auf 103 Kilogramm Lebendgewicht – bei gerade einmal 13 Monaten Alter. Ein Ergebnis, das uns selbst überraschte und die Erwartungen weit übertraf.

Schafbockauktion Kölsa

Siegerkollektion: Ein Moment, den man nicht vergisst

Dann kam der Höhepunkt: Unsere Kollektion aus drei Böcken wurde zur Siegerkollektion über alle Rassen gewählt.

Ein unerwarteter Erfolg – und ein Zeichen dafür, dass sich Sorgfalt, Geduld und Beobachtung lohnen. Alle drei Böcke wurden in qualitativ hochwertige Zuchten verkauft und wir sind überzeugt, dass sie dort Gutes bewirken werden.

Wir wünschen den neuen Besitzern viel Freude, gute Nachzucht und starke Lämmer.

Fazit

Zuchtarbeit ist oft unspektakulär – sie spielt sich in den kleinen Entscheidungen des Alltags ab: im Beobachten, im Reagieren, im Abwarten.

2025 hat uns gezeigt, dass man auch unter schwierigen Bedingungen Erfolge erzielen kann, wenn man konsequent, vorausschauend und mit einem wachen Blick für das Tier handelt.

Die Entwicklung unserer Bocklämmer war für uns mehr als nur ein Erfolg auf dem Papier – sie war ein Beweis dafür, dass sich auch alternative Wege lohnen können.

Mit diesem Rückblick möchten wir Mut machen – gerade in Zeiten, in denen Zuchtentscheidungen manchmal von Unsicherheit begleitet sind.
Wir danken allen, die uns auf diesem Weg begleiten – im Austausch, in der Kritik, in der Unterstützung.

Wir blicken auf 2026 mit Neugier und Zuversicht. Denn Zucht bedeutet Entwicklung und Entwicklung beginnt im Kopf.

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👉 shropshiresheeps

Wiese mit Shropshire-Schafen

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