Ausblick auf das Jahr 2026

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Viel Spannung, große Erwartungen und eine „Wundertüte“ aus der Schweiz

Ein neues Jahr beginnt und mit ihm ein neues Kapitel in unserer Zuchtarbeit.
2026 bringt vieles mit sich: Hoffnung, Fragen, Vorfreude und ja – auch eine gute Portion Spannung.

Denn dieses Jahr ist kein gewöhnliches Jahr für unseren Betrieb. Es ist ein Zuchtjahr mit offenem Ausgang – geprägt von einem neuen genetischen Impuls, schwierigen klimatischen Bedingungen und ehrgeizigen Zielen.

Ein besonderer Bock – ein unbekannter Faktor

Am 7. September 2025 holten wir ein junges Bocklamm aus der Schweiz.
Ein kräftiger, vielversprechender Bock – und ein genetisch völlig neuer Impuls für unsere Herde.

Wir entschieden uns bewusst dafür, ihm die gesamte Belegung der Herde anzuvertrauen.
Ein mutiger Schritt, sagen manche – eine „Wundertüte“, sagen andere.

Denn niemand weiß bei einem so jungen Bock im ersten Einsatz: Wie wird die Vererbung sein? Was bringt er mit? Was gibt er weiter?

Aber genau darin liegt der Reiz. Wir haben uns auf diese „Wundertüte“ eingelassen – mit viel Vertrauen in unser Bauchgefühl und unsere Erfahrung.

Trockene Zeiten, stille Zweifel

2025 war ein trockenes Jahr. Über Monate hinweg fehlte der Regen – das Futterangebot auf den Weiden war knapp, die Situation angespannt. Erst im Herbst kam eine leichte Entlastung, aber die Tiere waren gefordert.

Anfang Dezember stellten wir uns dann die Frage: Sind die Schafe überhaupt tragend? Es war lange nichts zu sehen. Keine eindeutigen Anzeichen, keine deutliche Veränderung.

Doch jetzt, am 8. Januar 2026, sind wir uns sicher: Ja, die Schafe sind tragend. Die ersten Lämmer erwarten wir ab dem 7. Februar – ein Moment, auf den wir mit Spannung und Vorfreude hinleben.

Der Nachwuchs entscheidet – mit Blick auf 2027

Was das Zuchtjahr 2026 so besonders macht? Es ist nicht nur das Jahr der Lämmer dieses neuen Bockes – es ist auch das Jahr, in dem sich entscheidet, wer von diesem Nachwuchs künftig unsere Zucht repräsentieren darf.

Denn eines ist klar: Die besten Tiere dieses Jahrgangs werden unsere Hoffnungsträger für 2027 – zur Bundesschafschau.

Dort wollen wir wieder teilnehmen, unsere Linie präsentieren und zeigen, was aus dieser „Wundertüte“ geworden ist. Zuchtarbeit braucht Geduld – aber auch Visionen.

Winterweide – Versuch Nummer zwei

Parallel dazu beobachten wir erneut drei junge Bocklämmer auf Winterweide – wie schon im Vorjahr. Die Bedingungen sind ähnlich: karge Flächen, ausgewogenes Futter, gezielte Beobachtung.

Wir sind gespannt, ob sich dieser Weg auch diesmal lohnt – ob die Tiere im Frühjahr wieder mithalten können mit intensiver aufgezogenen Böcken anderer Betriebe.

Hier ein kleiner Eindruck dazu:

2026 ist für uns ein Jahr der Möglichkeiten. Vieles ist offen, manches ungewiss – aber genau das macht echte Zuchtarbeit aus: mit Unsicherheit umgehen, Entscheidungen treffen, Wege ausprobieren.

Unsere Erwartungen sind hoch – nicht im Sinne von Druck, sondern im Sinne von Hoffnung.
Denn am Ende entscheidet nicht das Papier, sondern das Tier.

Wir halten euch auf dem Laufenden!

Wir freuen uns auf die kommenden Wochen und Monate und werden hier im Blog regelmäßig berichten: Mit Bildern, mit Einblicken und ehrlichen Worten.

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